stARTcamp München 2015: Warum eigentlich?

scmuc15Ein (sehr) persönlicher Rückblick auf einen außergewöhnlichen Tag.

Warum tut man sich das eigentlich an? Ich sag’s ganz offen: Diese Frage stelle ich mir jedes Jahr, kurz bevor das stARTcamp München beginnt. Warum organisiert man so ein Event? Das ist Arbeit, und der Brot-Job war in diesem Jahr bislang eigentlich anstrengend genug, nicht nur bei mir, sondern bei allen Kulturkonsorten im Orga-Team.
Die Frage stelle ich mir immer – immer! – bis ziemlich genau am Morgen des Camps. Wenn du anfängst, das Infomaterial auszulegen, die Räume zu inspizieren, wenn das Kribbeln einsetzt, die Freude auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer steigt, auf die Themen und Geschichten, die sie mitbringen. Und du merkst, dass es den anderen Kulturkonsorten genauso geht: Vorfreude. Einfach klasse. Der erste Kaffeeduft zieht durchs Foyer, muntere Gestalten treffen ein (nicht nur aus München, sie reisen auch von richtig, richtig weit her an – Ihr seid spitze!), versammeln sich um die Tische, plaudern, tippen in ihre Smartphones, haben einfach eins: Spaß. Das ist der Moment, in dem die Sache läuft. Der Orga-Aufwand ist wie weggeblasen es stellt sich dieses innerliche selige Grinsen ein.
Der Saal füllt sich, kurzes Intro, die Musik – beim stARTcamp in München eine liebgewonnene Tradition und a bisserl was Besonders isses oiwei, zumindest versuchen wir das so zu organisieren und die Künstlerinnen und Künstler haben uns dabei noch nie im Stich gelassen. Vorstellungsrunde – viele bekannte Gesichter, auf die du dich schon lange gefreut hast, aber auch viele Neue – und über die freust Du dich natürlich ganz besonders. Auf die Frage, wer zum ersten Mal ein Barcamp besuche, recken sich viele Hände in die Höhe. Bingo! So soll das sein, klasse, dass Ihr euch auf dieses tolle Veranstaltungsformat einlasst. Und es mit Leben und mit euren Themen bereichert. Und nach kurzem Zögern auch akzeptiert, dass eine Session nicht zwangsläufig im Seminarraum, sondern auch auf Sitzkissen im Foyer stattfinden kann. Weil’s lockerer ist.
Die Location – die Kosten für die Raummiete und die Technik sind vollkommen angemessen, aber trotzdem eben nicht gerade ein Schnäppchen, wir erarbeiten uns das jedes Jahr aufs Neue – tut ihr Übriges dazu: Der Tag wird grandios. Da verfliegt auch der Ärger über das Catering, denn eigentlich geht’s um die Sessions, um die Begegnungen. Gut und üppig essen und trinken gehen kann man auch nach dem Camp. (Darüber hier kein weiteres Wort. Aus Gründen.)
Wie immer geht der Tag viel zu schnell zu Ende und trotzdem merkst du an dir selbst und an den Gesichtern der anderen, dass jede weitere Session eine zu viel gewesen wäre. Input, Input, Input – es ist nicht so, dass der Kopf platzen möchte. Aber er hat definitiv noch ein paar Tage zu tun. Schon während der Abschlussrunde merkst du, dass du anfängst, dich zu freuen. Auf das nächste Jahr. Darauf, gemeinsam mit den Kulturkonsorten wieder ein Camp zu organisieren.
Weil’s wichtig ist, dass es Barcamps gibt. Und weil es Spaß macht.

 

Eine Übersicht der Blogposts zum stARTcamp München 2015 findet Ihr im Linkboard auf dem Blog der Kulturkonsorten.

5 comments

  1. Kerstin Kitzmann says:

    Ganz herzlichen Dank an Dich und alle, die an der Organisation beteiligt waren. Es ist viel Arbeit, so ein Camp auf die Beine zu stellen. Ihr habt das super gemacht. Es war ein grandioser Tag mit tollen Sessions, vielen strahlenden Gesichtern, einer super Stimmung an einer schönen Location. Wir haben inspirierende Gespräche geführt, uns ausgetauscht, Neues gelernt. Ich bin im nächsten Jahr gerne wieder dabei. Nochmal dickes DANKE, auch an alle Teilnehmer. Hat Spaß gemacht mit euch :)

  2. Angelika says:

    Vielen Dank für die tolle Organisation! Die Anreise aus Hamburg hat sich für mich in jedem Fall gelohnt!

    Viele Grüße
    Angelika

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