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	<title>Harald Link &#187; Politik</title>
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	<description>Strategie und Kommunikation</description>
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		<title>Das deutsch-internationale Sprach- und Politikdebakel</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 12:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

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		<description><![CDATA[Man fragt sich ja schon, was einen Mann wie Günther Oettinger reitet, sich mit einem derart miserablen (eigentlich ist es ja gar keines) Englisch in die internationale Öffentlichkeit zu wagen. Überheblichkeit? Selbstgefälligkeit? Dummheit? Gleichzeitig fragt man sich, was einen Mann wie Günther Oettinger überhaupt reitet, sich für einen Posten auf europäischer Ebene zu interessieren. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man fragt sich ja schon, was einen Mann wie Günther Oettinger reitet, <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=OXPPu418C78">sich mit einem derart miserablen (eigentlich ist es ja gar keines) Englisch in die internationale Öffentlichkeit zu wagen</a></strong>. Überheblichkeit? Selbstgefälligkeit? Dummheit? Gleichzeitig fragt man sich, was einen Mann wie Günther Oettinger überhaupt reitet, sich für einen Posten auf europäischer Ebene zu interessieren.</p>
<p>Als Ministerpräsident war er blass bis erfolglos. Das wird sich in seiner neuen Funktion als EU-Kommissar wohl kaum über Nacht ändern. Aber: Gut bezahlt ist so ein Posten ja, und Prestige verspricht er auch. Warum also nicht?</p>
<p>Bei allem Drang zur persönlichen politischen Karriere: Interesse für andere Nationen, für internationale Fragen, für europäische Zusammenarbeit manifestiert sich doch zunächst einmal dadurch, dass man mit Menschen kommunizieren möchte. Und dass man alles dafür tut, damit dies auch gelingt. Eigentlich müsste man deshalb davon ausgehen können, dass ein Ministerpräsident eines Bundeslandes wie Baden-Württemberg, dessen Wirtschaft vollkommen vom Export abhängig ist, sich zumindest in Grundzügen in anderen Sprachen als Schwäbisch artikulieren kann (mit dem Hochdeutsch hapert es ja auch, Herr Oettinger – bei aller Liebe zum Dialekt …).</p>
<p>Und es ist ja auch nicht so, dass Herr Oettinger keine Zeit gehabt hätte, sich auf seinen neuen Posten vorzubereiten. Bereits seit Herbst war klar, dass er im Februar sein neues Amt antreten würde (erst im Februar, damit er für seine – kurze – Zeit als Ministerpräsident die zur späteren Auszahlung einer Pension notwendige Zeit im Amt war; <strong><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2589">aber das ist eine andere Geschichte</a></strong>). Er hätte sich also gut und gerne einen Intensivkurs Englisch gönnen können. Spricht er eigentlich Französisch oder sonst eine andere Sprache? In Baden-Württemberg lernen das die Kinder in grenznahen Regionen bereits im Kindergarten …</p>
<p>Die Überheblichkeit einiger deutscher Politiker im Bezug auf Europa – vor allem hinsichtlich ihrer Kommunikationskompetenz – ist ein Debakel. <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY">Guido Westerwelle ist ein gutes, weil schlechtes Beispiel hierfür</a></strong>. Und nun also auch noch Günther Oettinger. Ihre politischen Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre sonstigen Kompetenzen möchte ich hier gar nicht thematisieren. Aber wie kann es sein, dass ausgerechnet wir, die wir uns ja als „gute Europäer“ verstehen, Personen in den internationalen Ring schicken, die derartige Defizite aufweisen? Wie kann es sein, dass Politiker, deren Mantra seit vielen Jahren aus „Globalisierung, fit machen für den internationalen Wettbewerb, Wissensgesellschaft, lebenslanges Lernen, Soft Skills“ besteht, persönlich derart versagen?</p>
<p>Es ist bekannt, dass Deutschland bislang selten die qualifiziertesten Politiker für europäische Spitzenpositionen entsandt hat. Brüssel, Straßburg und Luxemburg waren eher „Entsorgungs- und Versorgungspöstchen“ für Parteisoldaten, die man nicht gleich aufs Abstellgleis manövrieren wollte (von einigen wenigen Ausnahmen einmal abgesehen; Herr Verheugen beispielsweise hat durchaus eine gute Figur, wenn nicht sogar einen guten Job gemacht). Aber wenn man sie schon als Vertreter unserer Nation aufs internationale Parkett schickt, kann man sie dann nicht ordentlich darauf vorbereiten? Jeder Mitarbeiter des Auswärtigen Amts, so nehme ich doch an, durchläuft ein Prozedere, das ihn auf seine Aufgaben in fremden Ländern mit anderen Kulturen und neuen Sprachen vorbereitet. Warum gibt es so offensichtlich (!) kein entsprechendes, verpflichtendes Training für unsere Spitzenrepräsentanten?</p>
<p>Deutsche Politiker, die (zumindest) die englische Sprache nicht beherrschen, sind in erster Linie eines: Peinlich für unser Land. Und deshalb fehl am Platz.</p>
<p>Jedenfalls so lange, bis sie dieses Defizit behoben haben.</p>
<p> </p>
<p>Update (09.02.10): Oettinger hat angekündigt, er werde in Brüssel einen Sprachkurs machen, sobald er seine Amtsgeschäfte in Stuttgart ordentlich übergeben habe. (http://www.bild.de/BILD/politik/2010/01/29/eu-kommissar-guenther-oettinger/will-sprachkurs-nehmen.html)</p>
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		<title>Betrachtungen zur #btw09</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 15:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist sie also vorbei, die Bundestagswahl 2009. Doch niemand reibt sich verwundert die Augen. Es kam, wie es wohl kommen musste. Große Überraschungen blieben aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist sie also vorbei, die <a href="http://www.bundeswahlleiter.de/" target="_self">Bundestagswahl 2009</a>. Doch niemand reibt sich verwundert die Augen. Es kam, wie es wohl kommen musste. Große Überraschungen blieben aus.</p>
<p>Angela Merkel darf sich als Siegerin fühlen und hat doch eigentlich keinen Grund dazu. Ihr inhaltsloser, auf die Person Merkel bezogener Wahlkampf hat die Massen nicht begeistert, und eigentlich müsste man nach vier Jahren Kanzlerschaft in der Lage sein, mehr aus seinem Amtsbonus zu machen. Doch dazu hätte es klarer Konzepte und Visionen bedurft. Die allerdings waren im Wahlkampf der CDU Mangelware. Die CDU verliert 1,4 Prozent, bekommt dennoch mehr Sitze dank 24 Überhangmandaten – eine Besonderheit des deutschen Wahlsystems, die ab 2011, so hat es das Bundesverfassungsgericht beschlossen, sich in dieser Form nicht mehr auswirken wird. Dass Merkel dennoch weiter regieren kann, verdankt sie einer starken FDP. Die alte Erkenntnis hat sich wieder einmal bewahrheitet: Von großen Koalitionen profitieren in erster Linie die kleinen Parteien. Diesmal ganz besonders die FDP. Zum einen, weil sie klare Aussagen, auch hinsichtlich ihrer Wunschkoalition, nicht scheute. Zum anderen auch, weil viele Wählerinnen und Wähler zwar ein Ende der großen Koalition wünschten, aber keinen rechten Grund sahen, ihr Zweitstimmen-Kreuz bei der CDU bzw. CSU zu machen.</p>
<p>Ganz besonders hart hat es die CSU getroffen. Die kleineste im Bundestag vertretene Partei ist in Bayern auf unter 43 Prozent abgerutscht. Ein Desaster, wenn man in bayerischen Kategorien denkt. Horst Seehofer wird sich fragen lassen müssen, ob es ausreicht, politisches Handeln nahezu ausschließlich über Querschüsse aus dem Freistaat definieren zu wollen. Rund 60 Prozent der bayerischen Wähler möchten dies offensichtlich nicht.</p>
<p>Leichte Gewinne für die Linke und die Grünen zeigen ebenfalls, dass in Zeiten großer Koalitionen die kleineren Klientelparteien Zuwächse erhalten. Dass diese bei den Grünen, trotz der erneut aufgeflammten Diskussionen um die Atomenergie, dennoch gering ausfallen, überrascht. Ökologiethemen sind mittlerweile ganz offensichtlich kein Alleinstellungsmerkmal dieser Partei mehr – da müssen sich Trittin, Künast &amp; Co. sicherlich Neues einfallen lassen, wenn sie wieder in die Regierungsverantwortung möchten. Die Grünen werden sich dorthin bewegen, wo ihre Wähler bereits sind: in die gut situierte, öko-bewusste, aber wertkonservative Mitte. Ihre Option heißt, künftig mit der CDU koalieren zu können. Revolutionäres ist von den Grünen auf absehbare Zeit jedenfalls nicht mehr zu erwarten.</p>
<p>Dramatisch ist der Niedergang der SPD. Die Partei tut gut daran, in den kommenden Jahren ihre Probleme gezielt aufzuarbeiten. Die Bürgerinnen und Bürger wollten eindeutig das Schicksal des Landes nicht in die Hände einer Partei legen, die nicht einmal in der Lage ist, sich selbst zu organisieren. Die zahlreichen Flügelkämpfe und das Vorsitzender-wechsel-dich-Spiel der vergangenen Jahre hat signalisiert: Auf absehbare Zeit unfähig. Franz Müntefering hat offenbar erkannt, dass es nicht mehr im alten Stil weiter gehen kann; er wird wohl seinen Posten als Vorsitzender zur Verfügung stellen. Das alleine reicht jedoch nicht. Die SPD braucht dringend neue Gesichter, neue Ideen, eine neue Art der Zusammenarbeit. Es wäre angebracht, die nächstjüngere Riege ans Ruder zu lassen, um ihr Zeit zu geben, sich bis zur nächsten Wahl zu profilieren. Frank-Walter Steinmeier mag ein guter Diplomat sein – aber genau das ist es, was ihn als Oppositionsführer völlig ungeeignet erscheinen lässt.</p>
<p>Was allen Parteien zu denken geben müsste, ist die Wahlbeteiligung. Wieder einmal. Die Bürgerinnen und Bürger wenden sich von der Politik und ihrer medialen Inszenierung ab. Es wundert, dass dennoch alle Parteien mit den alten, aber längst nicht mehr bewährten Mitteln Wahlkampf betreiben. Was wäre wirklich innovativ? Gänzlich auf Wahlkampf zu verzichten und in einen permanenten, aufrichtigen Dialog mit allen Bürgerinnen und Bürgern zu treten!</p>
<p>Denn wer fühlt sich schon wirklich ernst genommen, wenn er zwei Monate lang von Plakatwänden, mit Vierfarb-Foldern und an Infoständen heftig umworben wird – wohl wissend, dass die Parteien nur das Kreuzchen an der vermeintlich richtigen Stelle sichern möchten?</p>
<p>Die Parteien müssten dringend im 21. Jahrhundert ankommen und lernen, mit gut informierten, aufgeklärten Wählerinnen und Wählern zu kommunizieren. Ein bisschen Community hier, ein bisschen Microblogging dort, ergänzt durch Werbespots und Kandidaten-Pseudo-Duelle im TV – das ist eindeutig zu wenig, und zeitgemäß ist es ohnehin nicht mehr.</p>
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		<title>Muss eine Partei wirklich alles können?</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 14:44:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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		<description><![CDATA[Für Aufsehen hat der Erfolg der Piratenpartei in Schweden gesorgt. 7,1 Prozent der schwedischen Wähler schicken eine Partei ins Europaparlament, deren inhaltliches Konzept sehr eingeschränkt ist: Internet, freier Zugang zu Wissen, Datenschutz, das sind einige der Kernthemen dieser neuen Partei, die auch in anderen Ländern präsent ist und in Deutschland immerhin 0,7 Prozent der Wähler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Aufsehen hat der Erfolg der Piratenpartei in Schweden gesorgt. 7,1 Prozent der schwedischen Wähler schicken eine Partei ins Europaparlament, deren inhaltliches Konzept sehr eingeschränkt ist: Internet, freier Zugang zu Wissen, Datenschutz, das sind einige der Kernthemen dieser neuen Partei, die auch in anderen Ländern präsent ist und in Deutschland immerhin 0,7 Prozent der Wähler hinter sich bringen konnte. Eine Partei, deren Kompetenz und Engagement in einem Teilbereich eines breiten Themenspektrums liegt &#8211; ist das wirklich eine Einschränkung, oder wir hier &#8220;nur&#8221; sichtbar, was sich als Trend schon lange abzeichnet: Das Ende der Alleskönner-Volkspartei?</p>
<p>Schon seit einigen Jahren verzeichnen die &#8220;Volks&#8221;parteien einen deutlichen Mitgliederschwund. Wie in anderen Bereichen der Gesellschaft, ist nun auch in der Parteienlandschaft ein Trend vom &#8220;wir&#8221; zum &#8220;ich&#8221; zu erkennen. Dieses &#8220;ich&#8221; ist keinesfalls egoistisch motiviert. Es spiegelt lediglich wieder, dass immer mehr Menschen bereit sind, sich einzelnen Themen zu widmen, die ihren Interessen entsprechen &#8211; ohne jedoch gleichzeitig einem großen Apparat, einer Organisation, einem Verband, einem Verein, einer Partei beizutreten, der/die gleichzeitig auf vielen weiteren Baustellen werkelt.</p>
<p>Für die &#8220;etablierten&#8221; großen Parteien wird sich daher über kurz oder lang die Frage stellen: Ist es noch zeitgemäß, sich selbst als &#8220;Alleskönner&#8221;-Partei zu positionieren, die für jede Lebenslage, für jedes gesellschaftliche Thema ein Konzept oder Programm zu bieten hat? Oder ist die klassische Volkspartei am Ende? Deutlich zu erkennen ist, dass immer mehr kleine Parteien mit klar umrissenen Themenspektren auf der Bildfläche erscheinen. FDP und Grüne profitieren ebenfalls davon, dass sie mit einem deutlichen Profil im Wesentlichen für eine politische Grundausrichtung stehen. Bei CDU/CSU und SPD hingegen sind die &#8220;Flügelkämpfe&#8221; mittlerweile oft zum Normalfall geworden: Der eine fordert, der andere widerspricht. Und das innerhalb der eigenen Partei. Viele Bürger sind das offenbar Leid.</p>
<p>Nicht mehr zu übersehen ist, dass die monothematischen Kleinparteien innerhalb kürzester Zeit in der Lage sind, Unterstützer zu finden und zu mobilisieren. Zwar reicht es oft nicht, um die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Aber allein die Tatsache, dass sich immer mehr Menschen bei den &#8220;Sonstigen&#8221; &#8211; den Parteien für Senioren, für Familien, für Tierschützer oder eben auch bei den oben erwähnten &#8220;Piraten&#8221; &#8211; mit ihren Interessen besser aufgehoben fühlen, sollte die &#8220;Etablierten&#8221; zum Nachdenken bringen.</p>
<p>Denn eines ist an den Wahlergebnissen und der Wahlbeteiligung klar abzulesen: Mit dem oft inszenierten Personenkult, mit Wahlkampf-Scheingefechten, mit Parteitagsinszenierungen und mit der sozialromantischen Glorifizierung längst vergangener Zeiten, die bei einigen Parteien zum Standard-Repertoire ihrer Selbstdarstellung gehören, können immer weniger Bürgerinnen und Bürger etwas anfangen.</p>
<p><em>Wie immer möchte ich darum bitten, meinen Äußerungen keine persöliche Präferenz für die eine oder andere Partei zu entnehmen. Die hier genannten Parteien sind eben die derzeitigen Akteure im deutschen Politikbetrieb, und sie stehen (exemplarisch) für die eine oder andere Ausrichtung, Struktur und Organisationsform.</em></p>
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		<title>Eigentlich ging es doch um &#8220;Europa&#8221;!?!</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 23:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlbeteiligung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahlen zum Europäischen Parlament sind vorbei. Die Ergenisse werden interpretiert &#8211; und wie wir das gewohnt sind, gibt es (beinahe) nur Gewinner. Wirklich? Eindeutig auf der Strecke geblieben ist &#8220;Europa&#8221;. Und dies in erster Linie, weil die Parteien, zumindest in Deutschland, vorrangig mit ihren &#8220;ersten Reihen&#8221; aus der Bundes- und Landespolitik Wahlkampf betrieben haben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahlen zum Europäischen Parlament sind vorbei. Die Ergenisse werden interpretiert &#8211; und wie wir das gewohnt sind, gibt es (beinahe) nur Gewinner. Wirklich? Eindeutig auf der Strecke geblieben ist &#8220;Europa&#8221;. Und dies in erster Linie, weil die Parteien, zumindest in Deutschland, vorrangig mit ihren &#8220;ersten Reihen&#8221; aus der Bundes- und Landespolitik Wahlkampf betrieben haben. Von einigen kleineren Ausnahmen abgesehen, sind die Spitzenkandidaten für das Europäische Parlament und die MdEP insgesamt blass bis unbekannt geblieben. Von ihren Vorschlägen, Konzepten und Programmen für die Zukunft Europas war weitgehend nichts zu hören.</p>
<p>Was allen Parteien gemeinsam ist, ist das Jammern über die schlechte Wahlbeteiligung. Die Medienvertreter stimmen in diesen Chor mit ein &#8211; gleichzeitig sind beide ein wesentlicher Grund dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger den Urnen fern geblieben sind. Permanent wurde und wird die Europawahl als &#8220;Testwahl&#8221; für die Bundestagswahl tituliert. In den üblichen Interviews nach den ersten Hochrechnungen (mit den üblichen Fragen und den gewohnten Antworten) fragt kaum ein Journalist nach Europa-Themen. In ihrer offensichtlichen eigenen nationalen Beschränktheit tragen Politiker und Medienvertreter dazu bei, die Wahl zum Europäischen Parlament als das darzustellen, was sie definitiv nicht ist: ein Vorgeplänkel für die kommende Bundestagswahl.</p>
<p>Wundert es da, dass die Wähler kein Interesse zeigen? Scheint ja nicht so wichtig zu sein, dieses Europa. Jede Landtagswahl im noch so kleinen Bundesland ist um ein Vielfaches wichtiger, die Bundestagswahl sowieso.</p>
<p>Wo sind eigentlich die europäischen Parteien &#8211; und wo sind sie zu Wort gekommen? Wo ist der Bundespolitiker, der mit Kommentaren zur Europawahl wartet, bis die Ergebnisse aus allen Staaten Europas vorliegen? Haben die Parteien die Dimension, die Idee &#8220;Europa&#8221; wirklich verstanden?</p>
<p>99 Abgeordnete wird Deutschland ins Europäische Parlament entsenden. Kennen <em>Sie</em> mehr als 10 davon namentlich? Es gibt noch viel zu tun für alle Parteien und Wählervereinigungen in Deutschland, um ihre Europapolitik <em>offen, transparent und verständlich zu kommunizieren</em>. In diesem Wahlkampf ist das nicht gelungen. Die Wahlbeteiligung spricht jedenfalls eine deutliche Sprache.</p>
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		<title>Allheilmittel &#8220;Amerikanisierung&#8221;?</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 08:22:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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		<description><![CDATA[Versuchen Sie heute einmal, mit einem Politiker oder einem Wahlkämpfer über die kommenden Europa- oder Bundestagswahlen und deren Strategie hierzu zu sprechen, ohne dass innerhalb von zehn Minuten das Wort &#8220;Obama&#8221; fällt. Klappt nicht. Immer wieder sind Parteimanager aus aller Herren Länder im Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten unterwegs, um dort die Präsidentschaftswahlkämpfe zu verfolgen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Versuchen Sie heute einmal, mit einem Politiker oder einem Wahlkämpfer über die kommenden Europa- oder Bundestagswahlen und deren Strategie hierzu zu sprechen, ohne dass innerhalb von zehn Minuten das Wort &#8220;Obama&#8221; fällt. Klappt nicht. Immer wieder sind Parteimanager aus aller Herren Länder im Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten unterwegs, um dort die Präsidentschaftswahlkämpfe zu verfolgen. Schauen, wie die Amerikaner &#8220;das&#8221; machen, ist beliebt und wichtig. Man möchte schließlich keinen neuen &#8220;Trend&#8221; verschlafen. Und Wahlkampftrends entstehen eben meist in den USA. Wie diese dann hierzulande umgesetzt werden &#8230; nun ja, die Bandbreite reicht von &#8220;gelungen&#8221; über &#8220;ambitioniert&#8221; bis &#8220;putzig&#8221;.</p>
<p>Ist die Amerikanisierung unserer Wahlkämpfe wirklich das Allheilmittel, das dazu beiträgt, die Wahlbeteiligung zu erhöhen, der Politik- und Politiker-Verdrossenheit der Bevölkerung entgegen zu wirken und politische und gesellschaftliche Inhalte wirkunsgvoll zu kommunizieren? Sicherlich nicht.</p>
<p>Was wir aus den US-Wahlkämpfen jedoch lernen können, ist die enorme Professionalität, mit der dort Wahlkampf betrieben wird. Da können sich die Parteien, insbesondere aber auch die einzelnen Kandidaten in Deutschland ein bis zwei Scheibchen &#8216;von abschneiden. Ein Trend, der auch bei uns zunimmt, aber nie das selbe Ausmaß annehmen wird, ist die starke Personalisierung und das Gegenüber zweier Spitzenkandidaten. Das sorgt für Spannung beim Wähler, weil Politik dadurch &#8220;Gesicht&#8221; zeigen muss. Auch die Unverkrampftheit, mit der neue Technologien eingesetzt, neue Instrumente getestet und neue Wege beschritten werden, ist immer einen Blick über den großen Teich wert &#8211; Stichwort: <em>Social Media</em> hilft, Wähler und Unterstützer zu mobilisieren.</p>
<p>Aber danach wird es auch schon schwieriger, die US-Amerikanischen Verhältnisse auf uns übertragen zu wollen. Starke Kandidaten und schwache Parteien, ein Zwei-Parteien-System, ein Hopp-oder-Top-Wahlsystem &#8211; in den Vereinigten Staaten sind die Voraussetzungen für ein in den Medien inszeniertes (und ausgetragenes) Duell stärker gegeben als in unserem Viel-Parteien-System.</p>
<p>Trotzdem: Was in Amerika seit vielen Jahren bewährt ist, und zwar nicht nur beim Wahlkampf von Präsidentschafrtskandidaten, sondern auch bei jedem Abgeordneten und bei jeder anderen Wahl auf kommunaler, regionaler oder nationaler Ebene, sollte auch bei uns mehr Beachtung finden:</p>
<ul>
<li>Professionalität (auf allen Gebieten!)</li>
<li>externe Unterstützung durch Profis (Strategie, Meinungsforschung, Marketing, Kommunikation)</li>
<li>Kampagnenplanung mit Hilfe umfangreicher Daten (Wahlergebnisse, Statistiken, &#8230;)</li>
<li>konsequenter Markenaufbau und stringente Markenführung für Partei und Person</li>
<li>Nutzung aller Kanäle, um erfolgreich zu kommunizieren</li>
<li>Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Technologien und Angeboten (z. B. Social Media, Microblogging etc.)</li>
</ul>
<p>Sie finden, das alles wurde nicht in den Vereinigten Staaten erfunden? Das mag schon sein. Aber wenn Sie die dortigen Wahlkämpfe analysieren, werden Sie feststellen, dass diese Themen dort konsequent &#8211; und professionell! &#8211; angegangen und umgesetzt werden. Unsere Bundesparteien tun dies ebenfalls, auf Landesebene wird es schon schwieriger, und ganz mager, das muss man leider oft feststellen, sieht es auf regionaler und kommunaler Ebene oder beim persönlichen Organisations- und Professionalitätsgrad einzelner Kandidaten aus.</p>
<p>Es geht schließlich darum, eine Wahl zu gewinnen. Diese Chance hat man nur einmal alle vier bis fünf Jahre. Deshalb sollte man sie nicht mit unprofessionellem Verhalten und vermeidbaren Fehlern vergeuden.</p>
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		<title>&#8220;Oppo&#8221; &#8211; den politischen Gegner im Blick behalten</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 21:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Oppo]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition Research]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Oppo&#8221; &#8211; Opposition Research &#8211; ist nicht gerade die Show-Disziplin im Wahlkampf. Spannend ist die Gegnerbeobachtung dennoch, und unverzichtbar ist sie allemal. Warum, das ist ganz einfach erklärt. Wer sich um ein politisches Amt oder Mandat bewirbt, kandidiert gegen andere. Und dieses &#8220;gegen&#8221; ist wörtlich zu nehmen: Wahlkampf ist direkte Konfrontation. Es ist unerlässlich, über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Oppo&#8221; &#8211; Opposition Research &#8211; ist nicht gerade die Show-Disziplin im Wahlkampf. Spannend ist die Gegnerbeobachtung dennoch, und unverzichtbar ist sie allemal. Warum, das ist ganz einfach erklärt. Wer sich um ein politisches Amt oder Mandat bewirbt, kandidiert gegen andere. Und dieses &#8220;gegen&#8221; ist wörtlich zu nehmen: Wahlkampf ist direkte Konfrontation. Es ist unerlässlich, über seinen Gegner informiert zu sein. Zu Wissen, wer er ist, hilft dabei, einschätzen zu können, was er vor hat. Dabei ist &#8220;Oppo&#8221; kein Freifahrtschein zum Schnüffeln und Bespitzeln. Oppo bedeutet auch nicht, geheime Akten anzulegen oder im Dreck zu stochern. Es sei denn, dieser &#8220;Dreck&#8221; ist politisch relevant. Ganz deutlich: Opposition Research sammelt informationen über den Gegner, auch, um diese Informationen im Wahlkampf gezielt einsetzen zu können. Aber Ihr eigener Ruf, Ihr Image ist ihr höchstes Gut. Bleiben Sie deshalb seriös und fair.</p>
<p>Was sollten Sie über ihre Mitbewerber wissen?</p>
<p>- Vita: Wer ist der Gegner? Welchen beruflichen, welchen politischen Werdegang hat er? Wie sind die familiären Verhältnisse (Informationen bitte mit Augenmaß sammeln und auswerten!)?</p>
<p>- Mitgliedschaften: In welchen Kammern, Verbänden, Vereinen, Organisationen ist er Mitglied? Hat das Auswirkungen auf seine politischen Ansichten? Vertritt er beispielsweise einseitig bestimmte Interessen?</p>
<p>- Standpunkte: Wofür steht ihr Gegner? Welche politischen und gesellschaftlichen Ansichten hat er? Welche Themenfelder wird er im Wahlkampf beackern, wer sind seine Zielgruppen?</p>
<p>- Strategie: Gibt es Informationen über frühere Wahlkämpfe? Welche Strategie, welche Taktiken wurden damals verfolgt? War er erfolgreich oder ist er gescheitert?</p>
<p>- Unterstützer und Gegner: Auf wen kann der politische Gegner zählen und auf wen auf keinen Fall? Können Sie seine politischen Gegner zu ihren Verbündeten machen?</p>
<p>- Politik: Wenn der politische Gegner bereits Funktionen oder Mandate inne hat: Wie hat er bei welchen Themen argumentiert und abgestimmt? Ist er sich treu geblieben, wechselt er seine Ansichten oder weht sein Fähnchen immer im aktuellen Wind?</p>
<p>- Wahlkampf: Wie führt er seinen Wahlkampf? Welche Schritte bereitet er vor, welche Themen wird er einsetzen, welche Trümpfe ausspielen? Wie wird er argumentieren? Mit welchen Angriffen müssen Sie rechnen?</p>
<p>All diese Informationen sind öffentlich zugänglich: auf den Internetseiten des Kandidaten und der Partei, der Organisationen, in denen er Mitglied ist, in Zeitungen, Zeitschriften, sonstigen Publikationen oder in Sitzungsprotokollen diverser Gremien und Parlamente. Auf öffentlich zugängliche Informationen müssen (und sollen!) Sie Ihre Informationssammlung auch beschränken. Doch diese Informationen sind unerlässlich, um die eigene Strategie, die eigenen Taktiken und die eigenen Themen strukturiert festzulegen.</p>
<p>Sie finden, dieser Aspekt des Wahlkampfs hat einen negativen Beigeschmack? Das mag vielleicht so empfunden werden. Aber Sie dürfen sicher sein: Ihr politischer Gegner sammelt über Sie genau die selben Informationen. &#8220;Oppo&#8221; ist keine Show-Disziplin. Aber sie ist unerlässlich.</p>
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		<title>Gezwitscherte Polit-Kommunikation</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 12:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Microblogging]]></category>
		<category><![CDATA[Tweet]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Microbloggingdienst Twitter scheiden sich die geister. Das Spektrum der Meinungen reicht von totaler Ablehnung bis zu vollkommener Begeisterung. Tatsache ist, das wohl nirgends auf der Welt über so viel Belangloses geplaudert wird wie bei Twitter. Tatsache ist aber auch, dass es nicht viele andere derartige Möglichkeiten gibt, unmittelbar mit Menschen weltweit in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Wer Twitter bewusst und engagiert nutzt, für den ist das Angebot bereits heute eine Fungrube für Meinungsvielfalt, Expertenwissen und Information.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Microbloggingdienst Twitter scheiden sich die geister. Das Spektrum der Meinungen reicht von totaler Ablehnung bis zu vollkommener Begeisterung. Tatsache ist, das wohl nirgends auf der Welt über so viel Belangloses geplaudert wird wie bei Twitter. Tatsache ist aber auch, dass es nicht viele andere derartige Möglichkeiten gibt, unmittelbar mit Menschen weltweit in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Wer Twitter <em>bewusst und engagiert</em> nutzt, für den ist das Angebot bereits heute eine Fungrube für Meinungsvielfalt, Expertenwissen und Information.</p>
<p>Nun muss man selbstverständlich unterscheiden, <em>wer </em>dort <em>was </em>veröffentlicht. Zahlreiche News-Medien pumpen automatisiert die Headlines ihrer Print- und Online-Publikationen in Twitter und verweisen per Link auf die entsprechenden Artikel auf der Website. Hier, aber besser noch mit Hilfe der durch engagierte Redaktionen &#8220;persönlich&#8221; betreuten Tweets, kann Twitter die Funktion einer Nachrichtenagentur übernehmen. Mit Hilfe sogenannter Hashtags (Stichworte, denen ein # vorangestellt wird) kann der Nutzer so relativ schnell einen Überblick über alle Tweets zu einem Thema erhalten. Allerdings ist dabei stets Vorsicht geboten, denn der Rausch der Informationsgeschwindigkeit erfasst oft viele, dabei bleibt, wie die Ereignisse in Winnenden gezeigt haben,  leider oft die journalistische Sorgfaltspflicht auf der Strecke. Und natürlichkann jeder sich zu einem Thema äußern, was zu einem Mix aus Nachrichten, Meinungen, Ideologien und manachmal auch Weltverschwörungstheorien führen kann. Der Nutzer ist selbst aufgefordert, die einzelnen Mitteilungen zu werten und einzuordnen.</p>
<p>Twitter bietet auch die Mglichkeit, und das ist der ursprüngliche Sinn und momentan der eigentliche Nutzen, mit Personen direkt in Kontakt zu treten, zu denen man sonst als &#8220;Normalbürger&#8221; wohl nur schwerlich Kontakt aufnehmen könnte. Insbesondere für Politiker, denen nicht selten vorgeworfen wird, den Bezug zur Basis und zur Bevölkerung verloren zu haben, bietet sich hier eine gute Möglichkeit, der Politikverdrossenheit entgegen zu wirken. Viele tun dies bereits, mal mit mehr, mal mit weniger persönlichem Engagement. Die Kommunikation via Twitter ist heute für viele und in wenigen Jahren vermutlich für einen großen Teil der Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit. Die Parteien, Wählervereinigungen, Politiker und Kandidaten tun also gut daran, sich mit diesem Thema zu befassen.</p>
<p>Mittlerweile gibt es sehr interessante Internetseiten, die die Aktivitäten der Parteien und Politiker begleiten und analysieren oder die Tweets &#8220;sammeln&#8221;, so dass der Nutzer sich permanent über aktuelle Debatten und Aktivitäten informieren kann &#8211; die unterschiedlichen politischen Angebote stehen so im direkten Vergleich.</p>
<p>Genannt seien an dieser Stelle z. B. :</p>
<p>&gt; <a href="http://www.parteigefluester.de/" target="_blank">www.parteigefluester.de</a></p>
<p>&gt; <a href="http://www.wahl.de/" target="_blank">www.wahl.de</a></p>
<p>&gt; <a href="http://www.wahl.de/bundestweet" target="_blank">www.wahl.de/bundestweet</a></p>
<p>Alle großen Parteien setzen beim Europa- und Bundestagswahlkampf auf die Möglichkeiten, die ihnen das Internet heute bietet. Neben den Social Communities sind insbesondere auch Dienste wie Twitter ein fester Bestandteil der Kampagnenplanung. Sorgen Sie also dafür, dass Sie mit dabei sind!</p>
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		<title>Warum mieten Sie kein Ladenlokal?</title>
		<link>http://www.haraldlink.de/politik_kommunikation/warum-mieten-sie-kein-ladenlokal</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 11:33:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[Konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo hat der derzeitige Bundestagsabgeordnete Ihres Wahlreises sein Büro? Wo sitzen die Orts- und Kreisverbände der Parteien und Wählervereinigungen, die Sie in den kommunalen Parlamenten, im Landtag, Bundestag und im Europäischen Parlament repräsentieren? Wundern Sie sich nicht auch gelegentlich, wenn Sie an einem Schild vorbei gehen, das Ihnen den Weg weist zum Ortsverband xvy – im Hinterhaus im der zweiten Etage? (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo hat der derzeitige Bundestagsabgeordnete Ihres Wahlreises sein Büro? Wo sitzen die Orts- und Kreisverbände der Parteien und Wählervereinigungen, die Sie in den kommunalen Parlamenten, im Landtag, Bundestag und im Europäischen Parlament repräsentieren? Wundern Sie sich nicht auch gelegentlich, wenn Sie an einem Schild vorbei gehen, das Ihnen den Weg weist zum Ortsverband xvy – im Hinterhaus im der zweiten Etage?</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Es ist wirklich unverständlich, weshalb viele Parteien und Abgeordnete „klassische“ Büros anmieten. Warum eigentlich nicht ein <em>Ladenlokal</em>? Es muss sicherlich nicht die 1a-Lage sein. Aber leer stehende Ladenlokale, die viel frequentiert werden, gibt es doch (aus Stadtmarketingsicht: leider!) in vielen Gemeinden. Warum nutzen die Parteien diese Möglichkeit nicht verstärkt?</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die Vorteile liegen auf der Hand: <em>Permanente Präsenz</em> in der Kommune statt lediglich Fußgängerzonen-Klapptisch-Sonnenschirm-Präsenz in Wahlzeiten. Die Schaufenster können zu Werbezwecken genutzt werden. Das Parteiprogramm liegt aus. Der Mitgliedsantrag auch. Und viele weitere Informationsmaterialien, an die der Bürger sonst nur über Umwege kommt, wenn überhaupt. Sicherlich würden mehr Bürger den Weg zu den Parteien, Wählervereinigungen und Kandidaten finden, um sich über deren Politik und deren Konzepte zu informieren, wenn räumliche Barrieren abgebaut würden. Das Hinterhof-Büro hat zu viele Hemmschwellen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Sicher: So ein Projekt ist personalintensiver als ein Büro, in das sich nur alle Jubeljahre einmal jemand verirrt. Aber das ist doch gut so! Denn genau diesen Zustand gilt es ja zu ändern. Was kann einer Partei denn besseres passieren, als sich Gedanken über die Einstellung von Personal machen zu müssen, das den neuen Info-Laden betreut, weil so viele <em>Kunden</em> kommen? Die Türen zu den Parteien und Wählervereinigungen müssen offener sein, als sie es bislang sind. Kaum eine Partei kann sich derzeit über eine massive Eintrittswelle erfreuen – im Gegenteil. Daher ist es an der Zeit, nicht nur medial, sondern auch real auf die Bürger zuzugehen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Und was hält die Parteien und Wählervereinigungen eigentlich davon ab, in ihren neuen Räumen in der Fußgängerzone eine Espressobar einzurichten oder sich die Räume mit befreundetet Organisationen zu teilen?</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
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		<title>Ihr Name: Ihr wichtigstes Kapital</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 17:13:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kapital]]></category>
		<category><![CDATA[Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>

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		<description><![CDATA[Machen Sie sich einen guten Namen. Ihr Name ist ihr wichtigstes Kapital. Er steht für Sie, er wird plakatiert, auf Folder gedruckt, in den Nachrichten genannt. Der Wähler macht sein Kreuzchen neben Ihrem Namen, um sie zu wählen! Sie sollten daher viel Energie auf die Kraft Ihres Namens verwenden, Sie möchten, dass die Wählerinnen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Machen Sie sich einen <em>guten Namen</em>. Ihr Name ist ihr wichtigstes Kapital. Er steht für Sie, er wird plakatiert, auf Folder gedruckt, in den Nachrichten genannt. Der Wähler macht sein Kreuzchen <em>neben Ihrem Namen, um sie zu wählen</em>! Sie sollten daher viel Energie auf die Kraft Ihres Namens verwenden, Sie möchten, dass die Wählerinnen und Wähler ihn mit klar definierten Attributen in Verbindung bringen. Es ist wichtig, dass Sie (!), nicht die Medien oder ihr politischer Gegner, diese Attribute definieren. Ihr Ziel: <em>Name-Power</em>!</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Nun ist nicht jeder mit einem besonders auffälligen Namen gesegnet. Das ist aber kein Hindernis – im Gegenteil. Denn auffällige, sperrige Namen bieten leider auch Ansatzpunkte zu Wortspielereien. Sie selbst sollten dies in Bezug auf ihre politischen Gegner unterlassen. Namenswitzchen sind würdelos und unter Ihrem Niveau. Das heißt aber nicht, dass andere nicht trotzdem versuchen, Ihren Namen zu derartigen Spielchen zu missbrauchen. Setzen Sie deshalb alles daran, ihren Namen frühzeitig zu einem kraftvollen Synonym für ihre politischen Überzeugungen und Ideen zu machen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Und: Stehen Sie zu ihrem Namen, alles andere wirkt lächerlich. Ein vermeintlich „sperriger“ Name wie Frank-Walter, Schäfer-Gümbel oder Leutheusser-Schnarrenberger prägt sich beim Wähler gut ein, wenn er erst verinnerlicht wurde – er kann also eine Chance sein, um einen lang anhaltenden guten Bekanntheitsgrad zu erreichen!</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Beachten Sie: Alle Spielereien mit Namen und Initialen<span> </span>(z. B. „ET“ für Erwin Teufel, „teAM“ für die Unterstützer von Angela Merkel) sind kurzlebig und meist an der Grenze zum Banalen. Ob Sie im Wahlkampf mit Banalem punkten wollen? Wohl eher nicht.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Achten Sie immer auf Ihren guten Namen. Lassen Sie sich Ihren guten Namen nicht von anderen kaputt machen. Ihr Name steht für Sie und ist Ihr <em>wichtigstes Kapital</em>!</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">&#8212;</p>
<p class="MsoNormal"><em>Die hier genannten Namen werden lediglich als Beispiele verwendet und sind nicht als persönliche Präferenz für oder gegen die eine oder andere Person oder Partei zu werten.</em></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
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		<title>Politische Kommunikation im Web 2.0</title>
		<link>http://www.haraldlink.de/politik_kommunikation/politische-kommunikation-im-web-20</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 20:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Wahlerfolg von Barack Obama in den Vereinigten Staaten haben die Analysten genau hingeschaut. Als wesentlichen Erfolgsfaktor haben sie die Online-Aktivitäten des Wahlkampfteams identifiziert. Und dies zurecht. Wie kein anderer Politiker zuvor hat der heutige US-Präsident (natürlich in erster Linie seine Strategen und sein Team, nicht er selbst) auf Kontakte gesetzt, die sich über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Wahlerfolg von Barack Obama in den Vereinigten Staaten haben die Analysten genau hingeschaut. Als wesentlichen Erfolgsfaktor haben sie die Online-Aktivitäten des Wahlkampfteams identifiziert. Und dies zurecht. Wie kein anderer Politiker zuvor hat der heutige US-Präsident (natürlich in erster Linie seine Strategen und sein Team, nicht er selbst) auf Kontakte gesetzt, die sich über die verschiedenen &#8220;Social Networks&#8221; ergeben &#8211; also über Angebote und Dienste im Internet, mit deren Hilfe Menschen miteinander in Kontakt treten und, ganz wichtig, sich austauschen und ihre Meinung kund tun können.</p>
<p>Daraus haben auch die Politiker hierzulande gelernt. Nahezu jeder hat heute seine eigene Internetseite, wobei sich über Qualität und Aktualität ausgiebig diskutieren ließe. Manch einer bloggt auch. Mittlerweile haben viele ein Profil angelegt bei Diensten wie Facebook, LinkedIn oder Xing. Sie lassen uns an ihren Terminen und Veranstaltungen auch &#8220;im Bild&#8221; teilnehmen, über Flickr oder andere Web-Bilderdienste.</p>
<p>Der neueste Trend: Twitter. Microblogging ist ein Muss, wenn man möglichst direkt mit (jungen) Menschen kommunizieren möchte. Die potenziellen Wähler sehen das Engagement der Politiker &#8211; so es sich denn wirklich um die genannte Person handelt und nicht um ein Fake oder die Pressestelle, die &#8220;so tut als ob &#8230;&#8221; -sehr gerne. Denn die Begrenzung auf maximal 140 Zeichen pro Tweet (so nennt man eine Twitter-Nachricht) lässt kaum Platz für hohle Polit-Phrasen. Man kommt auf den Punkt, man kann sich &#8220;mit denen da oben&#8221; direkt unterhalten, und: Man wird ernst genommen!</p>
<p>Ob und wie weit sich twittern für das persönliche Kommunikationsverhalten eignet, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Tatsache ist jedoch, dass die Zahl der Twitter-Nutzer rasant wächst. Und dass es besser ist, sich jetzt mit diesemThema zu beschäftigen und nicht erst in ein bis zwei Monaten. Denn wer erst kurz vor dem Wahltermin aktiv wird, wird schnell entlarvt und macht sich lächerlich. Auch so etwas geht schnell bei Twitter.</p>
<p>Führend im Einsatz von Twitter ist derzeit übrigens die FDP, der fleißigste Twitterer ist Volker Beck von den Grünen, hat Nielsen Media herausgefunden (weitere Infos: <strong><a title="weitere Informationen" href="http://tinyurl.com/b4dw79/" target="_blank">http://tinyurl.com/b4dw79/</a> </strong>). Wobei in diesem bericht auch deutlich wird: Nicht überall, wo ein Politiker draufsteht, &#8220;ist auch ein Politiker drin&#8221;. Wenn Sie wissen möchten, welcher deutsche Politiker derzeit twittert (auf Bundesebene), dann können Sie dies hier nachlesen: <strong><a title="weitere Informationen" href="http://tinyurl.com/5r6lko/" target="_blank">http://tinyurl.com/5r6lko/</a> </strong>.</p>
<p>Die Anmeldung bei Twitter ist übrigens kostenfrei. Es spricht also nichts dagegen, sich anzumelden und die Sache auszuprobieren. Eine Anmeldung ist auch deshalb ratsam, um den entsprehchenden Nutzername für sich selbst oder für die (Partei-)Organisation rechtzeitig zu reservieren, bevor dies jemand anderer tut &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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