“Frisör” verzweifelt gesucht

11.02.2009 | von Harald Link | Kategorie: Am Rande notiert

Wo ist der \Wo ist er nur geblieben, der gute alte Frisör? Damensalon, Herrensalon – alles Vergangenheit. Aber ist es Ihnen nicht auch manchmal unbehaglich zumute, wenn Sie zum “Hairkiller” gehen? Zum Schnittpunkt, Schnippelpunkt, Donnerschnittchen oder Schnipp & Go?

Man lässt sich beim Frisör die Haare schneiden, manchmal auch färben. Männer mögen es in der Regel kurz, schmerz- und scherzlos und ohne viel Gequassel, Frauen lieben es, umsorgt zu werden, weil sich ja “endlich mal jemand Zeit nimmt, nur für mich”. So weit zu den Klischees. Zugegeben, die Branche hat es nicht einfach. Der Preiskrieg ist hart, nicht selten ruinös. Auf der einen Seite boomen die Billiganbieter, auf der anderen etablieren sich die Edelsalons. Gemeinsam ist allen eines: Wenn der Kunde den Laden verlässt, sind die Haare kürzer oder sehen zumindest anders aus. Wie also kann man sich vom Wettbewerber unterscheiden?

Mein dringender Appell: Durch Service. Durch Ambiente. Durch Zusatzangebote. Durch gute Produkte und freundliche, kompetente Mitarbeiter. Aber bitte, bitte, liebe Frisöre oder wer auch immer dafür verantwortlich ist: Beweist Eure Kreativität mit der Schere und nicht im Erfinden immer neuer, absurder Firmenbezeichnungen. Die Schnitt-, Schnippel-, Cut- und Sonstwas-Wortspiele sind ausgereizt. Nicht nur bis zur Schmerzgrenze, sondern weit darüber hinaus.

Übrigens: Das abgebildete Firmenschild ist Realität.

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